Spitzkoppe

Namibia ist bekannt für seine großen Felsformationen, doch der beeindruckenste und bekannteste ist der Spitzkoppe, auch Spitskoppe oder Spitzkop geschrieben. Der Name kommt aus dem afrikaans der deutschen Siedler. Er erreicht mehr als 2.000 Meter über dem Meeresspiegel und wird auch wegen seiner Form und Höhe als das Matterhorn Namibias bezeichnet. Er besteht aus Sandstein und Granit und ist eine der beeindruckensten Naturwunder Namibias, das Hunderte von Meilen entfernt noch zu sehen ist. Um den Berg herum gibt es zahlreiche kleinere Gipfel, darunter die 'Kleine Spitzkoppe' mit etwas mehr als 500 m Höhe.

Der Berg ist zwar bekannt für seine berühmten vorzeitlichen Felszeichnungen, doch die Hauptattraktion geht an die Klettersportler. Die glatten und harten Felswände machen ihn zu einer Herausforderung, die erst mit den neuesten Techniken und Ausrüstungen möglich ist. Trotz vieler Versuche auf allen möglichen Wegen wurde der Gipfel erstmals 1946 erobert. Immer mehr alpine Bergsteiger erklommen ihn und mit einer immer besseren Ausrüstung konnte man ihn bald innerhalb von Stunden erreichen. Heute gibt es mehrere einige befestigte Routen, die es ermöglichen, in knapp 8 Stunden den Gipfel zu erklimmen. Allerdings ist es nur in den Wintermonaten möglich, da sich im Sommer das Gestein zu sehr erhitzt. Rekordzeit ist 6 Stunden Gipfelerreichung.

Tausende von Touristen kommen jährlich hier her, um die Felszeichnungen, die vor Jahrtausenden von den San - oder auch allgemein Buschmänner genannt - in die Felsen gezeichnet wurden. Eine Nashornwand zeigt, dass die Tiere früher hier einmal gelebt haben müssen. Die verschiedenen Kampierstellen sind durch einen Wildzaun abgesichert und es werden tägliche Bustouren zum Spitzkoppe angeboten.