Mamili Nationalpark

Der Mamili Nationalpark liegt in der äußersten östlichen Ecke von Namibia und gleich zur Grenze nach Sambia und Botsuana. Er ist einer der beeindruckensten, wenn auch am wenigsten besuchten aller Nationalparks Namibias. Ein Großteil des Parks wird von Feuchtgebieten bedeckt und nur in den höheren Lagen befinden sich trockenere Savannen.

Die meisten Besucher kommen in den Park, um die Vielseitigkeit der Fauna zu bewundern. Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, Krokodile und Flusspferde sind hier zahlreich vertreten. Aber es gibt auch unzählige seltene Tierarten, wie die Sitatunga, eine Sumpfantilope, zu beobachten. Die reichhaltige Vegetation macht es zu einem idealen Ort für Bird-Watching. Mehr als 425 Arten wurden hier gezählt, mehr als in irgendeinem anderen Park Namibias.

Bevor man den Park betreten kann, braucht man eine Eintrittserlaubnis, die man beim Tourismusamt bekommen kann. Das Hauptbüro liegt in Windhoek, aber es gibt auch Büros in Katima Mulilo, Nakatwa, Shisinze und am Nordeingang des Mamili Nationalparks. Die Straßen und Wege im Park sind nicht leicht zu befahren, doch die Parkwächter am Eingang können die besten Routen angeben.

Unterkünfte im Park selber sind dürftig und beziehen sich auf einige Camps, die jedoch kaum Wasser und andere Annehmlichkeiten haben. Möchte man hier campen, sollte man auf jeden Fall alles Notwendige selber mitbringen. Campen ist auch nur in der Trockenperiode empfehlenswert, da in der Regenzeit der Park größtenteils überschwemmt ist. Die meisten Besucher des Parks übernachten in Lodges in Katima Mulilo oder entlang des Chobe Flusses. Viele von ihnen bieten auch Tagestouren in den Mamili Nationalpark an.