Geschichte Namibias

Küste in Namibia
Das ursprüngliche Südwestafrika entlehnt seinen heutigen Namen Namibia von der Wüste Namib, die das Land zum Atlantik einnimmt. Angola und Sambia grenzen von Norden, Botsuana von Osten und Südafrika von Süden an das dünn besiedelte, große Land.

Die Geschichte Namibias geht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als die Nama, Herero, Orlam und Ovambo von Norden her nach Ostafrika zogen. Doch erst im 19. Jahrhundert drangen europäische Siedler, Missionare und Jäger ins Land ein und besiedelten es. Zwischen 1878 und 1890 war der Einfluss des Vereinigten Königreich von England und Deutschland besonders stark, wobei die Deutschen von 1904 bis 1908 die Kontrolle hatten. Es war das Resultat der Kämpfe zwischen Herero und Nama, die sich um Weideland und Jagdgebiete stritten. Nach dem ersten Weltkrieg verlor Deutschland hier jedoch seine Macht und wurde von den englischen Truppen Südafrikas 1915 eingenommen.

1920 ging der Staat in den Völkerbund als Mandatsgebiet der Südafrikanischen Union. Durch die UN wurde diese 1946 aufgehoben. 1951 begann Südafrika seine Apartheidspolitik auch nach Südwestafrika auszudehnen und die UN beendete 1966 endgültig die Kontrolle Südafrikas. Im selben Jahr begann die SWAPO, die Südwestafrikanische Volksorganisation, den Kampf um die Freiheit des Landes.

Trotz starken Drucks seitens der UN weigerte sich jedoch Südafrika, seine Kontrolle aufzugeben und nach 23 Jahren diplomatischer Konflikte zwischen der internationalen Gemeinschaft, der SWAPO und Südafrika, fanden endlich am 11. November 1989 die ersten freien Wahlen in Namibia statt. Daraufhin folgte 1990 eine Abänderung der Konstitution und seit 1993 hat Namibia seine eigene Währung. Doch die endgültige Unabhängigkeit erhielt Namibia erst, als Südafrika 1994 einige Inseln und die Walvis Bay freigab, wo sich der einzige Tiefhafen des Landes befindet, und damit der einzige Ort wirtschaftlicher Bedeutung.

Nach unzähligen Jahren voller Kampf feiert Namibia seinen Unabhängigkeitstag am 21. März.